Das französische Jura ist vor allem für seinen Comté, dem König der Bergkäse, bekannt. Das hier, in Frankreichs flächenmäßig kleinster Weinregion sehr regionsspezifische Weine erzeugt werden gilt aber immer noch als Geheimtipp. Im Mittelalter war Heinrich IV (1553 – 1610) ein bekennender Liebhaber von Jura-Weinen und um 1850 gab es in dem stark bergigen Terrain rund 20000 Hektar Weinberge auf dem sich über 40 verschiedene Rebsorten tummelten.
Doch um 1880 fiel auch in dieser abgeschiedenen Region die Reblaus ein und vernichtete einen Großteil der Weinberge in dessen Folge auch viele autochthone Rebsorten verschwanden. Heute erstrecken sich knapp 2000 Hektar Rebland entlang des Jura-Massivs auf 250 – 400 Meter über dem Meeresspiegel und auch das Repertoire an Rebsorten bleibt überschaubar:
Chardonnay und Savagnin (Ur-Traminer) vertreten die weißen Rebsorten; Poulsard, Pinot Noir und Trousseau sind für Rotweine zugelassen.
Auf den graublauen Mergelschichten, die auf Ton- und Kalkböden – durchsetzt mit vielen Meeresfossilien – aufliegen, entstehen sehr eigenständige und charaktervolle Weine.
2003 erwarb der junge und talentierte Winzer, Florent Rouve, das nach seinem aus Belgien stammenden Gründer, Jean Rijckaert, benannte Weingut. Zu dem Betrieb gehören 5,5 ha jurassische Weinberge, sowie auch 3 ha im südlichen Burgund. Florent Rouve hat nicht nur den Namen des Guts beibehalten, sondern auch die Philosophie des Erstbesitzers. Er setzt auf strikte Ertragsreduzierung in den Weinbergen, behutsames und schonendes Pressen des Traubengutes, Verwendung von natürlichen Weinbergshefen und langer Ausbau auf der Vollhefe in Barriques.
- Verschlußart
- Naturkork
- Speise
- Käseplatte, Käsespätzle, Kalb in cremigen Saucen, Schnecken, Geflügel, Edelfisch mit "Vin Jaune Sauce"
- Zusatzstoffe
- enthält Sulfite
- Rebsorte
- Savagnin
- Inverkehrbringer
- Rijckaert, 71960 Davaye - Frankreich
- Trinktemperatur
- 10-12 °C
- Alkoholgehalt
- 13 % Vol.