2013er Negre de Negres

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Alfredo Arribas-Priorat, Spanien
Alkoholgehalt: 14 % Vol.
enthält Sulfite
0.75 l | 26,00 € €/l Sofort lieferbar

Rebsorten: Grenache, Carignan, Syrah

Ausbau: 12 Monate in franz. Holzfässern

Manchmal versinken Reben in einen Dornröschenschlaf, aus dem sie nach langer Zeit wieder erwachen. So geschehen im Herzen des Priorats zwischen den Ortschaften El Lloar und Bellmunt an den Ausläufern der Sierra del Montsant. In dieser unwirtlichen Landschaft mit den kargen Böden traf Alfredo Arribas, der als erfolgreicher katalanischer Star-Architekt, eigentlich schon alles im Leben erreicht hat auf vernachlässigte und verfallene alte Weinbergsterassen und –kuppen. Kurzerhand schmiedete er einen Rettungsplan mit dem Ziel, die Authentizität der einzelnen Rebsorten bestmöglich zu fördern und hervorzubringen. Clos del Portal wurde geboren.

Der Restaurierungsaufwand war enorm. Die 14 ha Weinberge sind in viele Kleinstparzellen mit alten (bis zu 102 Jahre), unterschiedlichen und wenig ertragreichen Rebsorten zersplittert, was zu einer nervenaufreibenden Baustelle wurde. Von Anfang an wurde nach ökologischen Richtlinien gearbeitet – bei Terassenanlagen ein erheblicher Mehraufwand. Was 2001 begann, fruchtete erst 2007 in die erste gefüllte Weinflasche. Schon der erste Jahrgang war ein Paukenschlag. 2009 holte sich Arribas, Joan Asens, den ehemaligen Chef-Önologen vom legendären Weingut Alvaro Palacios mit ins Boot. Ein fotogener Keller (darf bei der Profession Arribas auch erwartet werden), geniales Arbeiten, ein phantastischer Boden vor allem aber Arribas besessenes Streben nach Qualität und nach dem unvergleichlichen Wein lässt auf Clos del Portal schmeckbar beachtliche und originäre Weine entstehen.

Negre de Negres

Im ersten Moment bilden sich in der Nase animalische Aromen, auch ein wenig Sattelleder, die (leider) schnell verfliegen. Nach einiger Belüftung - satteste schwarze Kirschfrucht, ein Hauch reifer süßer Himbeeren, Veilchen, Blaubeeren und dunkle Schokolade. Noble Edelhölzer und feine Röstaromen gesellen sich dominant dazu. Der Wein entfaltet sich mit immer neuen Nuancen; das tut er nur zögernd, steigert aber die Spannung. Am Gaumen ist er sehr druckvoll mit einer einladend fruchtigen Dichte und ein Fleisch, wie es nur Priorat besitzt. Kein Draufgängertum und Übermaß, sondern ein Wein mit wunderschöner Frische und Finesse neben der ungeheuren Kraft. Subtilität, Verspieltheit und Eleganz sind weitere prägende Attribute. Er klingt markant am Gaumen nach. Wiederum die Assoziation an Bordeaux. Braucht noch Zeit; den Wein zu dekantieren ist unerlässlich.

Inverkehrbringer: Weinlade am Gutenbergplatz, Nelkenstr. 33, 76135 Karlsruhe

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